Geschichte

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Nicht erst seit 1947, als die Vereinte Nation das damals britische Mandatsgebiet in zwei Staaten aufzuteilen beschloss (Resolution 181 (2)), schon seit Ende des 19. Jahrhunderts als auch die neu entstandene zionistische Bewegung, ihren Anspruch als die moderne Nationalbewegung des jüdischen Volkes auf das Territorium zwischen Mittelmeer und Jordan erhob, wurde das „Heilige Land“ zum Zankapfel unterschiedlicher Interessen.
In der Zeit des europäischen Kolonialismus und Imperialismus war der Raum Objekt der Interessen Großbritaniens und Frankreichs, die sich im sog. Sykes – Picot- Abkommen (1916) über die Aufteilung der Region in Einflusssphären verständigten.

Gleichzeitig versprachen die Engländer im Mc Mohen- Hussein- Abkommen (1916) britische Unterstüttzung für ein Arabisches Großreich im Gegenzug für die unterstützung der arabischen Stämme gegen die Osmanische Herrschaft im 1. Weltkrieg.
Und ein drittes Mal wurde das Land verteilt, als der Britische Außenminister Balfour am 02. November 1917 einem jüdischen Repräsentanten die  Unterstüttzung für die Errichtung einer jüdischen Heimstadt in Palästina zusicherte.

Mit Beginn der britischen Militärherrschaft in Palästina am 08. Dezember 1917 begann eine, im Laufe der Jahre immer schärfere Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Lande.  Im laufe der 30er und 40er Jahre, besonders aber nach Ende des Weltkrieges II verschärften sich die Auseinandersetzungen, so dass sich Großbritanien veranlasst sah, die Mandatsverpflichtung an die neu entstandenen Vereinten Nationen zu geben.
Die Völkergemeinschaft entschied am 29. November 1947, das historische Palästina in zwei Staaten zu teilen und ein sog. „Corpus seperatum Jerusalem“ zu schaffen. Diese Entscheidung fiel gegen den Widerstand der Staaten der Region und ohne eine Volksabstimmung.

Die nationale Geburt Israels in den Jahren 1947 bis 1949, erwies sich zugleich als die nationale Katastrophe (arab. Al- Naqba) des palästinensischen Volkes, das innerhalb von Monaten von einer agrarisch- ländlichen organisierten Gesellschaft in eine Flüchtlingsgesellschaft verwandelt wurde.
Der Gaza- Streifen fiel unter ägyptischer Herrschaft, die Westbank einschließlich des östlichen Teils von Jerusalem an jordanien. Nach Unterzeichung der Waffenstillstandsabkommen im Laufe des Jahres 1949 waren ca. 750.000 Palästinenser und Palästinenserinnen ohne Heimat.
Erst mit der Gründung der PLO, am 01. Juni 1964, zuerst noch auf Betreiben des ägyptischen Staatspräsidenten Gamal Abd El Nasser, gelang es eine neue nationale Führung zu etablieren.

Die politische Führung der Palästinensischen Autonomen Gebiete besteht aus dem 1996 demokratisch gewählten Präsidenten Yasser Arafat.
1967 hatte sich Israel in den sog. Sechs- Tage- Krieg u.a. die Westbank und den Gaza- Streifen besetzt, was zu einer erneuten Unruhe in Palästina führte. Israels Versuch, den Volksaufstand mit militärischen Mitteln niederzuschlagen, scheiterte ebenso wie der palästinensische Versuch, mit der I. Intefada (1987) die Besatzung zu beenden.

Seit dem Beginn der sog. II. Intefada im Oktober 2000, ausgelöst durch den demonstrativ provokativen Besuch des damaligen Oppositionsführers und ehemaligen Premierministers Ariel Sharon auf dem Tempelberg Ende September 2000, erlebt die Region eine erneute Phase der Gewalt.

Derzeit wird eine „Trennungsmauer“ auf palästinensischem Gebiet durch die israelische Regierung gebaut. Diese Anlage wid aus guten Gründen von vielen Menschen in Palästina und Israel als „Apartheidmauer“ bezeichnet, denn sie bringt bereits jetzt eine unerträgliche Verschärfung der Lebensbedingungen für die palästinensische Bevölkerung mit sich.

Die nach UNO- Beschluss illegalen Siedlungen im Westjordanland würden damit zementiert, zugleich auf dem Restgebiet die palästinensische Bevölkerung von Bildung, Gesundheitsversorgung, arbeitsmöglichkeiten und die Bauern von ihrem Land abgeschnitten.
Die Wasservorräte der Region fließen fast ausschließlich den israelischen Siedlungen zu. Diese und weitere Menschenrechtsverachtenden Aggressionen der Israelies sind nur ein Teil der Situation des palästinensischen Volkes.

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